Am Sonntag, 18. Oktober, ging um 9.30 Uhr an der Westküste das Licht aus. Bis zu 40.000 Haushalte in Teilen von Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg hatten keinen Strom. Bis 11.48 Uhr war ein Großteil wieder am Netz. Ein guter Moment, um auch auf der Insel in die Schublade mit den Kerzen zu schauen.
Was passiert ist
Nach Angaben von SH Netz löste ein Fehler im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz eine Überspannung aus, mehrere Umspannwerke schalteten sich ab. Woher die Überspannung kam, war zunächst ungeklärt. SH Netz rät allen Betroffenen, Sicherungskästen, Hausanlagen und angeschlossene Geräte prüfen zu lassen, im Zweifel von einem Fachbetrieb. Wer Brandspuren entdeckt, sollte die Feuerwehr rufen.
Was im Haus sein sollte
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät zu einem Vorrat für zehn Tage. Für einen Stromausfall sind ein paar Dinge besonders nützlich:
- Ein Radio mit Batterien oder Kurbel. Wenn das Handynetz ausfällt, bleibt das Radio die einzige Nachrichtenquelle.
- Taschenlampen und Ersatzbatterien. Kerzen gehen auch, in einem Reetdachhaus aber bitte mit Abstand.
- Eine geladene Powerbank, Bargeld und eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier.
- Trinkwasser und Essen, das man ohne Herd essen kann.
Wer auf Sylt im Erdgeschoss eine Ferienwohnung vermietet, darf den Gästen gern sagen, wo die Taschenlampe liegt. Erfahrungsgemäß ist das die erste Frage, sobald der Kühlschrank aufhört zu brummen.
Warum Sylt besonders hinschaut
Die Insel hängt am Festland: Strom, Bahn und Autozug kommen über das Wattenmeer. Fällt auf der anderen Seite etwas aus, merkt man es auf Sylt oft zuerst am Bahnsteig. Eine Taschenlampe in der Schublade ist billiger als jede Fahrt mit dem Autozug.
Quellen: SH Netz, Mitteilung vom 18.10. (Stadt Friedrichstadt) · Energie & Management · BBK-Ratgeber für Notfallvorsorge
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